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Regionaler Imkerverein Fredersdorf 1881 e.V.

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Bienenbelegstelle Lattbusch

* * Der Imkerverein Fredersdorf 1881 e.V. betreibt eine eigene vom Landkreis Märkisch- Oderland per Anordnung geschützte Bienenbelegstelle * *

Die Zucht standortangepasster, friedfertiger und leistungsfähiger Bienen ist eine wichtige Voraussetzung für die Bienenhaltung mit einem hohen Anteil von Imkereien in der Nähe und innerhalb von Siedlungen. Das Brandenburgische Bienenzuchtgesetz dient der Sicherung der Reinpaarung, insbesondere der in Brandenburg weit verbreiteten Rasse Carnica. Zur Umsetzung des Brandenburgischen Bienenzuchtgesetzes habe die Kreisordnungsbehörde einen Schutzbereich mit einem Radius von zehn Kilometern um die staatlich anerkannten Bienenbelegstellen festgelegt. "Im Schutzbereich dürfen vom 15. Mai bis 15. August außer den Drohnenvölkern der Bienenbelegstelle nur solche Bienenvölker gehalten werden, die der Zuchtherkunft der Bienenbelegstelle entsprechen"

INHALTE

 Infos Belegstelle

Brandenburgisches Bienengesetz
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Presse & Medien


 

Wenn die Prinzessin zur Königin wird
Bienenbelegstelle wieder geöffnet / Spontaner Besuch aus Kanada

Lattbusch 

Auch wenn viele Verbraucher ihren Honig nicht mehr beim Imker sondern im Supermarkt kaufen, wissen sie immerhin, dass Bienen wichtige Nutztiere sind. Aber wer von ihnen weiß schon etwas über das Liebesleben von Bienen? Am letzten Samstag eröffnete die Belegstelle Lattbusch im Prötzeler Wald die Saison 2015. Der Imkerverein Fredersdorf betreibt die vom Landkreis Märkisch- Oderland per Anordnung geschützte Anlage. Ein zehn Kilometer großer Schutzkreis sorgt dafür, dass dort nur Bienen gehalten werden dürfen, die aus der Zuchtlinie Lattbusch abstammen. Eigens zur Eröffnung der Saison war der Leiter des Landwirtschaftsamtes, Jan Paepke, gekommen. Zirka dreißig Imker, die Bienenköniginnen züchten, waren ebenfalls anwesend. Eine gute Gelegenheit sich von den Experten erklären zu lassen, wie es die Bienen treiben. Heinz Dehn, Imker aus Vogelsdorf, der 16 Jahre die Belegstelle leitet, sorgt mit seinen Imkerfreunden dafür, dass jedes Jahr mehr als tausend jungfräuliche Bienenköniginnen zu Müttern werden. Seit der Gründung der Belegstelle im Jahr 1953, sollen es mehr als 44.800 Weisel gewesen sein. Das wurde im Stammbuch protokolliert. Königinnenzüchter bringen ihre wenige Tage alten jungen Weiseln, wie Imker die Königinnen eigentlich nennen, in Begleitung ihres Hofstaates in einem kleinen Kasten zur Belegstelle. Hier werden je zwei „Einwabenkästen“, nachdem sie kontrolliert und protokolliert wurden, aufgestellt. Mitten auf der Belegstelle stehen dort mehrere „Vatervölker“ der Zuchtlinie Lattbusch. Jedes Volk enthält mehr als 3.000 Drohnen, die männlichen Bienen. Ist es warm genug, fl iegen die Drohnen aus und sammeln sich in der Luft über bestimmten Baumkronen. Dorthin fl iegen die jungen Königinnen in Begleitung einiger Bienen ihres Hofstaates um sich zu paaren. Rund ein Dutzend Drohnen paaren sich nacheinander mit der Königin. Für die Drohnen ist ihr kurzes Leben damit beendet, denn sie sterben nach der Paarung. Die junge Königin fl iegt mit ihren Begleiterinnen zurück in ihren Kasten und beginnt nach kurzer Zeit mit der Eiablage. Sie wird von diesem Samenvorrat nun die nächsten Jahre leben und ihren Bienenstock nicht mehr verlassen. Nach acht Tagen müssen die jungen Königinnen dann wieder nach Hause und die nächsten Prinzessinnen kommen auf die Belegstelle. Jeden Freitag ist Lattbusch von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Heinz Dehn hatte mit Imkerkollege Eberhard Schröter aus Hoppegarten die ersten Einwabenkästen der Saison aufgestellt. Seine letzte offi zielle Amtshandlung als Belegstellenleiter. Denn als alle Imker anwesend sind, übergab er aus Altersgründen, „die Achtzig ruft von oben“, die Belegstelle an Jürgen Hundertmark aus Gusow. Hundertmark, der bei ihm die Arbeit gelernt hat und selbst zwei Dutzend Völker hält, wird nun die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Heinz Dehn bedankte sich bei Amtsleiter Jan Paepke für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Eine Überraschung hielt Jan Paepke für die Imker noch bereit. Er hatte Astrit Manske, eine kanadische Imkerin mit deutschen Wurzeln, mitgebracht. Sie spricht sehr gut deutsch und kam mit den Königinnenzüchtern ins Gespräch. Die Kanadierin ist ganz andere Dimensionen gewohnt als die Imker des Fredersdorfer Vereins. Nicht weniger als 1.000 Völker nennt sie ihr Eigen. Neben der Honigproduktion ist ein wichtiger Erwerbszweig¬ die Bestäubung von kanadischen Heidelbeerplantagen. Dafür vermietet sie bereits im März zwei Trucks, beladen mit je 360 Bienenvölkern an die Plantagenbesitzer. Auch wenn sie Königinnen für den Eigenen Bedarf nachzieht, sind es deutlich mehr, als in Lattbusch.

Quelle der-blitz.de

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